Projekt goeast 2011
Deutschland - China, 15 Länder, 15.000km, zwei Fahrräder, vier Monate. Start: 03. April 2011

Heute morgen sind wir etwa mit dem Sonnenaufgang aufgestanden, um den Tag nutzen zu können. Insgesamt haben wir 833km geschafft und sind nun in Agadir an der Atlantikküste. Gestern haben wir in einem hübschen Hostel in Asilah geschlafen, heute haben wir mal das Zelt aufgebaut.

Während der heutigen Fahrt kamen wir an zahlreichen Polizeikontrollen vorbei. Fast an jedem Kreisel steht ein uniformierter Beamter. Zweimal wurden wir angehalten. Das erste Mal war noch lustig, da hat sich der Polizist nur sehr gefreut, dass wir beide rote Shirts anhaben und das Auto auch rot ist.
Beim zweiten Mal wurden wir angehalten, weil ich angeblich zu schnell gefahren bin. 86 anstatt erlaubten 80 km/h. Das ist natürlich trop vite und so war ein Bußgeld von 40 Euro fällig. Die Richtigkeit der Angabe konnte mir der Polizist auf seinem Messgerät zwar nicht zeigen (Tacho war nämlich < 80 km/h), aber diskutieren hat nichts gebracht. Immerhin gab es ein offizielles Dokument und eine Quittung über den Betrag. Vielleicht können die das Geld in bessere Straßenbeläge investieren, heute waren nämlich teilweise 20cm tiefe Schlaglöcher anzutreffen.

Immerhin waren bisher alle Leute, die wir getroffen haben, sehr gastfreundlich und zuvorkommend. Mit Französisch, Spanisch und Englisch können wir uns auch gut verständigen.

Morgen geht es weiter in den Süden, Ziel ist irgendwo in der Westsarah, wenn es nach mir geht am liebsten Wildcampen in der Wüste. Vorher müssen wir noch unsere Ersatzkanister füllen und haben dann mit 95l Diesel eine ziemlich gute Reichweite (~1100 km). Anschließend soll es nach Atar in Mauretanien gehen, wo wir eine kleine Wüstentour planen.

A bientôt,
Valentin et Ingo

7 Kommentare, Geschrieben am 09. März 2009, Marokko, Westafrika 2009

Nachdem wir einen 30-Stunden-Fahrmarathon durch Europa hinter uns haben, sind wir heute morgen pünktlich zur ersten Fähre in Marokko angekommen.
Wir sind abwechselnd gefahren, der jeweils andere hatte dann kurz Zeit die Schlafsitze im Daimler (wir nennen ihn Harry) zu testen. Es war sehr strapaziös, immer mal 1-2h schlafen, dann wieder mehrere Stunden am Steuer. Insgesamt sind wir aber gut durch gekommen, obwohl wir Mautstraßen (Autobahnen) größtenteils vermieden haben. Es hat sich gelohnt, denn so konnten wir den Sonnenaufgang auf der Fähre nach Afrika genießen.

Heute haben wir uns einen entspannten Tag gemacht, um uns von den Strapazen der letzten zwei Nächte zu erholen: Viel Seafood, Beachvolleyball, Sonne, Strand und Bier. Und beim marrokanischen Friseur waren wir auch!
Das Wetter ist ganz angenehm und Ingo ist sogar schon in den richtig kalten Atlantik gesprungen. Beim weiteren Weg wird es gegen Süden immer wärmer, bis wir dann bei etwa 35°C in Banjul, Gambia ankommen sollten. Da freue ich mich schon drauf.
Der Mercedes hat uns erwartungsgemäß ohne Mucken herumgefahren und ich bin mir sicher, das geht auch so weiter.

Morgen geht die Fahrt weiter nach Süden, wir hoffen etwa 700km machen zu können, um dann Zeit für eine kleine Wüstentour zu haben.

Viele Grüße,
Valentin & Ingo

4 Kommentare, Geschrieben am 08. März 2009, Frankreich, Marokko, Spanien, Westafrika 2009

Nach einjähriger Schreibpause und nur kleineren Trips stecke ich nun wieder voll in der Planung für die nächste Reise.
Anfang März geht es mit dem Auto nach Westafrika, Gambia.

Zuerst war geplant meinen treuen Volvo 760 (Baujahr 1986) runter zu fahren, da man hier durch idiotische Umweltzonen, die ohnehin außer Geld in den Kassen der Landkreise keine positive Wirkung haben, ein altes Fahrzeug nicht mehr fahren kann. Scheinbar wird gewünscht Geld in neumodischen Elektronikmüll zu stecken anstatt alte, robuste und qualitativ hochwertige Fahrzeuge weiterhin fahren zu dürfen.  Umweltzonen sind eine weitere Idee, um unter dem Deckmantel der “wir tun etwas für die Umwelt”-Euphorie Geld zu verdienen. Dass der Schadstoffausstoß der wenigen Fahrzeuge, die wirklich nicht mehr in den Städen fahren können ohnehin irrelevant im Gesamtvergleich ist, betrachtet man LKW, Schiffsdiesel und Industrie, deren Handeln nicht eingeschränkt wird, interessiert scheinbar auch keinen.
Wer sich für die Thematik interessiert: Broschüre des Verbands für  Automobilindustrie.
Aber wie auch immer, jedenfalls zeigte der Volvo zahlreiche Schäden, da er fast ein halbes Jahr stand. Ihn für den Trip wieder fit zu machen, habe ich anfangs versucht, es lohnt sich aber nicht wirklich, da sehr viel zu tun ist.

Da Ingo unsere Rückflüge von Dakar (Senegal) schon gebucht hatte, musste also Ersatz her. Gestern haben wir ein wunderbares Produkt deutscher Wertarbeit erstanden: Einen Mercedes 250D aus dem Jahre 1988.

Anfang nächster Woche werde ich es ummelden und die Ausfuhrkennzeichen besorgen. Dann nochmal drunter gucken und alles durchchecken, Ölwechsel machen und die wichtigsten Ersatzteile für unterwegs organisieren.

Hier sieht man unsere Reiseroute:

Quelle: http://www.lamprecht-just.ch/KarteAfrika.gif

Wir fahren nach Gambia und verkaufen das Fahrzeug dort, unser Rückflug geht dann von Dakar über Lissabon nach Frankfurt. Zeitfenster sind etwa 16 Tage. Knapp (wie immer), aber machbar. Wenn alles glatt geht ;-) .

Ich werde mit Ingo unterwegs sein, nicht mit Sarah, denn sie verbringt gerade ihr Auslandssemester in Rom.
Das wird sicher ein hervorragendes Abenteuer und mit Ingo denke ich einen perfekten, unkomplizierten Reisepartner gefunden zu haben.

Freut euch auf die nächsten Beiträge.

Viele Grüße,
Valentin

6 Kommentare, Geschrieben am 21. Februar 2009, Westafrika 2009

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