Projekt goeast 2011
Deutschland - China, 15 Länder, 15.000km, zwei Fahrräder, vier Monate. Start: 03. April 2011

Seit wir in Afrika unterwegs sind, treffen wir dauernd auf Polizeikontrollen. Ab und an halten sie einen an, manchmal immer und in manchen Gebieten gar nicht. Wir haben unsere Begegnungen aufgeschrieben, um nichts zu vergessen.

Marokko: Pässe eingezogen und angeschaut, nach 20 Minuten steigen wir aus und ich frage nach, ob es ein Problem gibt. “Nein kein Problem, sind auch gerade fertig geworden”. Und weiter.
Westsahara:
- Wir wurden gefragt ob wir Bier haben. Leider nicht. Wir haben eine Flasche Wasser abgegeben
- Ein Polizist hat sich zwei Kekse von uns geklaut. Nach einer halben Stunde kommt ein anderer Traveller aus dem Häuschen und bringt unsere Pässe gleich mit.
Mauretanien (sehr häufige Kontrollen):
- An der Grenze eine Flasche Wasser und Orange abgegeben. Mit einem Polizist Volleyball gespielt (der wollte erst unseren Ball haben)
- Nach einer Passkopie gefragt, die Jungs waren zu faul die Sachen abzuschreiben. Haben dann angefangen damit… Nach fünf Minuten geben wir ihnen drei Orangen und dürfen weiter fahren.
- Der Polizist will gerne ein Schmerzmittel. Wir geben ihm sowas, aber er hätte gerne etwas “um sich gut zu fühlen”. Macht aber nichts. Und weiter.
- Wir geben eine Prinzenrolle ab. Sie hätten gerne zwei, aber mehr bekommen sie nicht.
- Wir werden angehalten. Einmal kurz Hand schütteln und wir können weiter.

Auch sehr gut der Dialog in Marokko mit einem Polizisten in der Kontrolle:
Polizist: “Was sind Sie von Beruf?”
Ingo: “Angestellter”
Polizist: “Ich auch.”
Und wir dürfen weiter fahren :) .

Heute sind wir in den Senegal eingereist. Das hat über zwei Stunden gedauert und wir mussten bei jeder einzelnen Stelle diskutieren und schmieren. Auto-Ausreise Mauretanien, Ausreise Mauretanien, Einreise Senegal, Auto-Einreise Senegal, Auto-Versicherung Senegal. Achso, die Brücke zwischen den Grenzstationen musste man auch bezahlen.
Wir haben viel diskutiert, teilweise war es auch ganz lustig. Mit meinem Studentenausweis konnten wir ein paar Rabatte rausholen. Arme Studenten, kein Geld und so! Insgesamt aber eine recht teure Grenzüberquerung :) .

4 Kommentare, Geschrieben am 13. März 2009, Marokko, Mauretanien, Westafrika 2009, Westsahara

Heute morgen sind wir etwa mit dem Sonnenaufgang aufgestanden, um den Tag nutzen zu können. Insgesamt haben wir 833km geschafft und sind nun in Agadir an der Atlantikküste. Gestern haben wir in einem hübschen Hostel in Asilah geschlafen, heute haben wir mal das Zelt aufgebaut.

Markt in einem Durchfahrtsort einer Landstraße

Harry macht eine gute Figur wie immer

Während der heutigen Fahrt kamen wir an zahlreichen Polizeikontrollen vorbei. Fast an jedem Kreisel steht ein uniformierter Beamter. Zweimal wurden wir angehalten. Das erste Mal war noch lustig, da hat sich der Polizist nur sehr gefreut, dass wir beide rote Shirts anhaben und das Auto auch rot ist.
Beim zweiten Mal wurden wir angehalten, weil ich angeblich zu schnell gefahren bin. 86 anstatt erlaubten 80 km/h. Das ist natürlich trop vite und so war ein Bußgeld von 40 Euro fällig. Die Richtigkeit der Angabe konnte mir der Polizist auf seinem Messgerät zwar nicht zeigen (Tacho war nämlich < 80 km/h), aber diskutieren hat nichts gebracht. Immerhin gab es ein offizielles Dokument und eine Quittung über den Betrag. Vielleicht können die das Geld in bessere Straßenbeläge investieren, heute waren nämlich teilweise 20cm tiefe Schlaglöcher anzutreffen.

Ingo hat ein heimliches Bild durch den Rückspiegel gemacht, wie ich gerade mit den zwei Polizisten diskutiere

Immerhin waren bisher alle Leute, die wir getroffen haben, sehr gastfreundlich und zuvorkommend. Mit Französisch, Spanisch und Englisch können wir uns auch gut verständigen.

Morgen geht es weiter in den Süden, Ziel ist irgendwo in der Westsarah, wenn es nach mir geht am liebsten Wildcampen in der Wüste. Vorher müssen wir noch unsere Ersatzkanister füllen und haben dann mit 95l Diesel eine ziemlich gute Reichweite (~1100 km). Anschließend soll es nach Atar in Mauretanien gehen, wo wir eine kleine Wüstentour planen.

A bientôt,
Valentin et Ingo

7 Kommentare, Geschrieben am 09. März 2009, Marokko, Westafrika 2009

Nachdem wir einen 30-Stunden-Fahrmarathon durch Europa hinter uns haben, sind wir heute morgen pünktlich zur ersten Fähre in Marokko angekommen.
Wir sind abwechselnd gefahren, der jeweils andere hatte dann kurz Zeit die Schlafsitze im Daimler (wir nennen ihn Harry) zu testen. Es war sehr strapaziös, immer mal 1-2h schlafen, dann wieder mehrere Stunden am Steuer. Insgesamt sind wir aber gut durch gekommen, obwohl wir Mautstraßen (Autobahnen) größtenteils vermieden haben. Es hat sich gelohnt, denn so konnten wir den Sonnenaufgang auf der Fähre nach Afrika genießen.

Rasthof zwischen Burgos und Palencia in Spanien

Gut, dass der Volleyball mit im Gepäck ist. Das hat uns heute am Strand auch viele nette marrokanische Mitspieler beschert.

Spanische Paella beim Zwischenstopp in Salamanca. Sehr lecker!

Gibraltar bei Sonnenaufgang

Ingo im marrokanischen Hochland

Heute haben wir uns einen entspannten Tag gemacht, um uns von den Strapazen der letzten zwei Nächte zu erholen: Viel Seafood, Beachvolleyball, Sonne, Strand und Bier. Und beim marrokanischen Friseur waren wir auch!
Das Wetter ist ganz angenehm und Ingo ist sogar schon in den richtig kalten Atlantik gesprungen. Beim weiteren Weg wird es gegen Süden immer wärmer, bis wir dann bei etwa 35°C in Banjul, Gambia ankommen sollten. Da freue ich mich schon drauf.
Der Mercedes hat uns erwartungsgemäß ohne Mucken herumgefahren und ich bin mir sicher, das geht auch so weiter.

Morgen geht die Fahrt weiter nach Süden, wir hoffen etwa 700km machen zu können, um dann Zeit für eine kleine Wüstentour zu haben.

Viele Grüße,
Valentin & Ingo

4 Kommentare, Geschrieben am 08. März 2009, Frankreich, Marokko, Spanien, Westafrika 2009

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