Projekt goeast 2011
Deutschland - China, 15 Länder, 15.000km, zwei Fahrräder, vier Monate. Start: 03. April 2011

Nach St. Louis sind wir etwa 20km weiter nach Süden gefahren, in die sogenannte Zebrabar, ein wunderbares Gelände mit gutem Service von zwei Schweizer Aussiedlern.
Der Campingplatz liegt direkt am Senegal-Fluss. Am anderen Ufer ist eine langezogene Insel, dahinter ist der Atlantik. Dort haben wir ein paar schöne Paddeltouren unternommen und waren dann am menschenleeren Strand. Erst etwa 1km über den Senegal und dann über die 300m breite Insel. Wir haben auch versucht mit einem Zweierkajak im Atlantik zu fahren, aber die Wellen waren doch zu stark für uns ;-)



Atlantik, Landstrichinsel, Senegal, Zebrabar

Ausblick vom Aussichtsturm der Zebrabar

Paddeln auf dem Senegal

Ingo am Meer

Wir am Meer

Hier haben wir zwei Nächte verbracht, nette Leute getroffen, viel Bier getrunken und uns beide einen Sonnenbrand eingefangen.

Anschließend sind wir weiter nach Gambia gefahren, Entfernung etwa 500km, also eigentlich problemlos an einem Tag machbar. Nach einer vergleichsweise unproblematischen Grenzüberquerung sind wir um 18h in Barra angekommen, wo man eine Fähre nehmen muss, um den Gambia-River zu überqueren. Die letzte Fähre fährt um 23h, daher dachten wir 5h vorher da zu sein, sollte ja problemlos aussreichen. Dem war leider nicht so. Insgesamt haben wir 18 Stunden gewartet und schliefen im Auto auf der Hauptstraße in der Warteschlange, um den Platz in der Reihe nicht zu verlieren. Das war ein bisschen stressig, zumal dauernd Leute herumwuselten und uns allerlei Zeug andrehen wollten. Neugierige und bettelnde Kinder pressten ihre Nasen an unsere Autofenster. Es bestand die Möglichkeit die Leute am Einlass zu schmieren und dann ohne Wartezeit auf die Fähre zu dürfen, aber diese Entwicklung wollten wir auch nicht unterstützen. Also warten. Letztendlich sind wir aber gut angekommen…

Ich mag diese Situation eigentlich nicht, dass die Einheimischen zum großen weißen Mann aufblicken, es ist viel schöner den Menschen auf der gleichen Ebene zu begegnen. Das lässt sich oft aber einfach nicht realisieren, wenn man im Auto sitzt und die Menschen drumherum sich nichtmal ein Fahrrad leisten können. Gibt man den bettelnden Kindern Geld, unterstützt man nur die Bettelei, wobei die Leute eher selbst versuchen sollten sich ein Standbein aufzubauen. Oft wird aber auch nach Stiften oder sogar leeren Plastikflaschen gefragt. Sowas gibt man natürlich gerne. Vielleicht lässt sich bei einer späteren Reise die Sache nochmal anders angehen, zum Beispiel mit dem Fahrrad durch Afrika zu reisen…

Danach ging es weiter zu unserem “Kontaktmann” für den Autoverkauf. Hier haben wir das Auto gelassen und das wird jetzt die Tage zu einem guten Preis verkauft. Es deckt zumindest unsere Kosten für die Hinfahrt mit Unterkunft, Essen, Fähre und Sprit. Insgesamt ist also alles super gelaufen.
Gestern Abend waren wir hier (Sukuta in Gambia) in ein paar Kneipen unterwegs und hatten eine gute Zeit.
Wir sind bei Sukuta Camping auf dem Platz und fahren wahrscheinlich morgen mit einer Übernachtfähre zurück nach Dakar, wo am Sonntag unser Flug geht.

Harry frisch gewaschen, poliert und bereit den Besitzer zu wechseln

Viele Grüße,
Valentin

8 Kommentare, Geschrieben am 18. März 2009, Gambia, Senegal, Westafrika 2009

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