Auf dem Rückweg nach Frankfurt haben wir einen halben Tag Aufenthalt in Dubai eingeplant, weil wir uns die Stadt mal ansehen wollten.
Um 5h morgens angekommen habe ich erstmal die gründlichste Durchsuchung des Handgepäcks meiner bisherigen Erfahrungen erlebt. Ich wusste gar nicht mehr was so alles in meiner Tasche steckt, jeder Krümel wurde auf der Suche nach Haschisch untersucht.
Wir wollten eigentlich die Stadt zu Fuß erkunden, der Dubaikenner weiß aber, dass es so gut wie keine Bürgersteige gibt. Nur breite – bis siebenspurige (pro Richtung!) – Straßen. Durch die enormen Temperaturen hält sich ohnehin außer Bauarbeitern keiner draußen auf. Eher wie es die Einheimischen tun: Schnell vom klimatisierten Auto oder der klimatisierten Bushaltestelle in die klimatisierte Einkaufsmall hüpfen. Klima, Klima!

Burj Dubai, das höchste Gebäude der Welt


Burj Al Arab

Atlantis Dubai auf der künstlich angelegten Insel "The Palm Jumeirah"
Wenn man mich fragt, trieft aus jeder Pore der Stadt mit ihren abnormal großen Gebäuden und wirren Ideen selbstverliebte Dekadenz. Dazu kommen die extreme Hitze in einer aus der Wüste gestampften Stadt, unglaubliche Entfernungen zwischen verschiedenen Lokalitäten, Baustellen überall wo man hinsieht und versandete Luft.
Ein klares No-Go für jemanden, der noch ein halbwegs normales Umweltbewusstsein hat. Für einen kurzen Zwischenstopp zwischen zwei Flügen aber zumindest geringfügig zu gebrauchen.
Immerhin der Strand war ganz schön. Abkühlung ist das bei einer Wassertemperatur von 28°C allerdings nicht. Fotos darf man davon auch nicht machen, sonst gäbe es hier auch ein Bild davon.
Cheers,
Valentin
Nach dem Nationalpark haben wir uns in Sabie einquartiert. Nahe des Blyde River Canyons, wo wir in der Nähe schonmal waren. Für den Freitag war aber gutes Wetter angesagt und so wollten wir dort noch etwas unternehmen.
Wir haben uns Mountainbikes gemietet, sind einen halben Tag herumgefahren und haben einige Wasserfälle angeschaut.

Bridal Veil Falls

Lone Creek Falls

Wunderbar blauer Himmel, der erste Tag ohne Regen und Nebel
In Hostels und auf Campingplätzen gab es immer Grills. An unserem letzten Abend haben wir die örtlichen Fleischspezialitäten deshalb noch einmal richtig genossen.


Am zweiten Tag im Kruger bekamen wir nochmal tolle Tiere zu sehen. Viele nur ein paar Meter von uns entfernt, auch Löwen und Nashörner waren dabei.

Hyänen

Afrikanischer Büffel

Löwenweibchen
Die Löwen waren etwas versteckt hinter ein paar Büschen, aber wir haben uns gefreut überhaupt welche zu entdecken.

Nashorn

Schildkröte
Hier überquerte eine Elefantenherde von etwa 20 Tieren direkt vor uns die Straße.

Im Nationalpark darf man nur mit dem Auto unterwegs sein. Aussteigen ist generell verboten.
Auf dem riesigen Gelände (fast 20.000 km²) gibt es mehrere umzäunte Camps, wo man übernachten (campen), einkaufen und etwas essen gehen kann. Auch gibt es geführte Wanderungen mit einem bewaffneten Ranger (da darf man dann auch ohne Auto unterwegs sein), die waren aber an dem Tag, für den wir das geplant hatten, leider im Urlaub. Bei so einer Sache erlebt man die Natur sicher nochmal viel direkter als wenn man nur aus dem Auto schaut.
Nichtsdestotrotz war der Kruger Nationalpark eine wunderbare Erfahrung. In zwei Tagen haben wir enorm viele Tiere gesehen, tolle Landschaften erlebt und ein wenig verstanden was Wildnis bedeutet. Diese Ursprünglichkeit und Artenvielfalt gilt es unbedingt zu schützen und erhalten.
Wer auch hinfahren möchte, sollte unbedingt gute Ferngläser mitnehmen und für tolle Fotos am besten ein Teleobjektiv (das hatten wir leider nicht).

Heute sind wir früh aufgestanden und in den Kruger-Nationalpark gefahren, wo wir heute auch die Nacht in einem Camp verbringen.
Wir haben viele unterschiedliche Tiere in freier Wildbahn beobachten können. Es war ein wunderbarer Tag mit vielen Sachen, die ich so noch nie vorher gesehen habe.
Im Folgenden ein paar erste Eindrücke:




Büffelherden, Schildkröten, Giraffen, Krokodile, hunderte Impalas, Zebras, Flusspferde, Hyänen, verschiedenste Voegel… Warten wir ab was morgen noch alles kommt.
Besonders beeindruckend war es, als wir an einem See standen und ein Krokodil beobachteten, das neben einem getöteten Flusspferd wartete. Es wollte sich nicht selbst bedienen, sondern andere Tiere erlegen, die zum toten Kadaver kommen. Nach einiger Wartezeit zeigte sich in der Umgebung eine Hyäne, aber das Krokodil hat sich leider nicht bewegt. Man muss viel Zeit mitbringen, um die interessanten Dinge zu erleben.

Das Wetter wird langsam besser und es ist schon wieder wärmer.
Cheers,
Valentin
Kurz nach dem letzten Blogeintrag haben wir einen ereignisreichen Abend in Johannesburg verbracht. Ein Australier im Hostel hat uns mit seinem Bus und dem Hostelbesitzer (schon leicht angetrunken) durch Johannesburg ins Weggehviertel kutschiert.
“Der beste Weg sich nicht über die Kriminalität Gedanken zu machen, ist die Musik aufzudrehen und durchzurasen”. Mit The Killers aus den Lautsprechern und extremem Fahrstil war das eine nette, aber auch ein wenig beängstigende Fahrt. Über rote Ampeln zu fahren ist scheinbar ein Muss, denn anhalten ist zu gefährlich.
Die Kneipen und Pubs in Melville sind sehr gut und es gab günstige und leckere Cocktails. Ein gelungender Start in den Urlaub.

Am Sonntag sind wir gediegen zum Blyde River Canyon nach Graskop gefahren. Das Wetter wurde schon auf dem Weg immer schlechter und die Temperatur stetig niedriger. Auf 1500m Höhe war es dann nur noch 10 Grad warm.
Für die erste Nacht haben wir unsere Zelte aufgebaut, ich war auch endlich auf den ersten Praxistest des Marmot Grid 2P gespannt. Zu zweit schon etwas kuschelig innen, aber ich bin doch durchaus zufrieden.
Der nächste Tag war etwas frustrierend: Nebel, Kälte, Regen. Was hat das in Afrika zu suchen? Aber es ist ja immerhin auch Winter hier und wir sind im Gebirge.
God’s Window, Mac Mac Falls und Pilgrims Rest am Blyde River Canyon haben wir uns angesehen. Es war ganz nett, aber nicht zu vergleichen mit der überwaeltigenden Aussicht, die man bei gutem Wetter hätte haben koennen. Der Ausblick bestand eher aus grauer Nebelsuppe mit 10m Sichtweite.
Für das Abendessen haben wir uns grandios gute Rindersteaks organisiert und auf dem massiven Hostelgrill ein kleines Barbecue veranstaltet.

Mac Mac Falls

Die Nacht auf heute war dann etwas durchzecht, sodass Florian bei der für heute geplanten Wanderung nicht mitgemacht hat.
Es war ein fünfstündiger Wanderweg von den Bourkes Luck Potholes durch den Canyon. Etwas anspruchsvoll, mit Wasser von unten (nasses Gras, Sträucher) und oben (Regen), aber unglaublich schöne Landschaften, die mich an unsere Touren in Guatemala erinnern. Auch sind wir auf dem gesamten Weg keinem Menschen begegnet, diese kleine Abgeschiedenheit ist immer wieder etwas Schönes.

Bourke's Luck Potholes




Unschön war allerdings, dass der Trail kein Rundweg war, sondern ein Einfachweg, sodass wir die gesamte Strecke nochmal gehen mussten… von 500m wieder den Canyon hoch auf 1400m. Anstrengend, aber gut!
Nun sind wir in Hazyview, direkt vor dem Eingang zum Kruger Nationalpark. Die Temperaturen sind hier wieder etwas besser und vielleicht zeigt sich die nächsten Tage die Sonne auch mal wieder.
Cheers,
Valentin