Heute morgen sind wir etwa mit dem Sonnenaufgang aufgestanden, um den Tag nutzen zu können. Insgesamt haben wir 833km geschafft und sind nun in Agadir an der Atlantikküste. Gestern haben wir in einem hübschen Hostel in Asilah geschlafen, heute haben wir mal das Zelt aufgebaut.
Während der heutigen Fahrt kamen wir an zahlreichen Polizeikontrollen vorbei. Fast an jedem Kreisel steht ein uniformierter Beamter. Zweimal wurden wir angehalten. Das erste Mal war noch lustig, da hat sich der Polizist nur sehr gefreut, dass wir beide rote Shirts anhaben und das Auto auch rot ist.
Beim zweiten Mal wurden wir angehalten, weil ich angeblich zu schnell gefahren bin. 86 anstatt erlaubten 80 km/h. Das ist natürlich trop vite und so war ein Bußgeld von 40 Euro fällig. Die Richtigkeit der Angabe konnte mir der Polizist auf seinem Messgerät zwar nicht zeigen (Tacho war nämlich < 80 km/h), aber diskutieren hat nichts gebracht. Immerhin gab es ein offizielles Dokument und eine Quittung über den Betrag. Vielleicht können die das Geld in bessere Straßenbeläge investieren, heute waren nämlich teilweise 20cm tiefe Schlaglöcher anzutreffen.
Immerhin waren bisher alle Leute, die wir getroffen haben, sehr gastfreundlich und zuvorkommend. Mit Französisch, Spanisch und Englisch können wir uns auch gut verständigen.
Morgen geht es weiter in den Süden, Ziel ist irgendwo in der Westsarah, wenn es nach mir geht am liebsten Wildcampen in der Wüste. Vorher müssen wir noch unsere Ersatzkanister füllen und haben dann mit 95l Diesel eine ziemlich gute Reichweite (~1100 km). Anschließend soll es nach Atar in Mauretanien gehen, wo wir eine kleine Wüstentour planen.
A bientôt,
Valentin et Ingo
Nachdem wir einen 30-Stunden-Fahrmarathon durch Europa hinter uns haben, sind wir heute morgen pünktlich zur ersten Fähre in Marokko angekommen.
Wir sind abwechselnd gefahren, der jeweils andere hatte dann kurz Zeit die Schlafsitze im Daimler (wir nennen ihn Harry) zu testen. Es war sehr strapaziös, immer mal 1-2h schlafen, dann wieder mehrere Stunden am Steuer. Insgesamt sind wir aber gut durch gekommen, obwohl wir Mautstraßen (Autobahnen) größtenteils vermieden haben. Es hat sich gelohnt, denn so konnten wir den Sonnenaufgang auf der Fähre nach Afrika genießen.
Heute haben wir uns einen entspannten Tag gemacht, um uns von den Strapazen der letzten zwei Nächte zu erholen: Viel Seafood, Beachvolleyball, Sonne, Strand und Bier. Und beim marrokanischen Friseur waren wir auch!
Das Wetter ist ganz angenehm und Ingo ist sogar schon in den richtig kalten Atlantik gesprungen. Beim weiteren Weg wird es gegen Süden immer wärmer, bis wir dann bei etwa 35°C in Banjul, Gambia ankommen sollten. Da freue ich mich schon drauf.
Der Mercedes hat uns erwartungsgemäß ohne Mucken herumgefahren und ich bin mir sicher, das geht auch so weiter.
Morgen geht die Fahrt weiter nach Süden, wir hoffen etwa 700km machen zu können, um dann Zeit für eine kleine Wüstentour zu haben.
Viele Grüße,
Valentin & Ingo